:: vsstö/aks: "an euren händen klebt blut"
Utl.: Abtreibung ist Frauenrecht
Wien - Anlässlich des Internationalen Frauentages, am 8.
März, veranstalteten der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ)
und die Aktion kritischer SchülerInnen am Freitag Vormittag eine
Medienaktion am Wiener Stephansplatz. Unter dem Motto "An euren
Händen klebt Blut" wollten die Jugendorganisationen auf die
problematische Haltung der Kirche in Bezug auf
Schwangerschaftsabbrüche hinweisen. ****
"Wenn die Kirche Abtreibungen verbieten will, riskiert sie damit die
Gesundheit vieler Frauen. Schwangerschaftsabbrüche würden dadurch in
ein illegales Eck der Gesellschaft gedrängt. Die Entscheidung, ob ein
Embryo ausgetragen werden soll, muss bei der Schwangeren alleine
liegen. Dabei müssen ihr alle medizinischen Möglichkeiten zur
Verfügung stehen", kritisiert Maria Maltschnig, Bundesvorsitzende des
VSStÖ. Auch Schwangerschaftsabbrüche, die Frauen aus gesundheitlichen
Gründen vornehmen, lehnt die Kirche ab: "Hier ist die sexistische
Einstellung der Kirche stark zu erkennen, denn sie stellt das Leben
eines Ungeborenen über das der Frauen", so Maltschnig weiters.
"Es muss Frauen möglich gemacht werden, Schwangerschaftsabbrüche auf
Krankenschein durchzuführen. Alle öffentlichen Krankenhäuser müssen
Abtreibungen auf den Wunsch von Frauen durchführen", fordert
Katharina Spielmann, Frauensprecherin der aks. "Weiters dürfen
Zwangs-Beratungen, die darauf abzielen, Frauen einen
Schwangerschaftsabbruch auszureden, nicht toleriert werden, denn sie
sprechen Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung ab", erklärt Spielmann
abschließend.(Schluss)df
Fotos zur Aktion auf Anfrage